Konfirmation und unsere Konfirmanden


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Unser Unterrichtsmodell
Konfirmandenunterricht in der Kirchengemeinde Neuengeseke

Seit Mai 2008 findet in der pfarramtlichen Verbindung Möhnesee-Neuengeseke der Konfirmadenunterricht in einjähriger Form statt.
Ganztagsschulen, allgemein veränderte Schulzeiten und auch Einkürzungen bei den Pfarrstellen erforderten eine neue Struktur des kirchlichen Unterrichts.
Damit das Inhaltliche nicht in einem Jahr zu kurz kommt, beginnt der Konfirmandenunterricht auch unmittelbar nach der Konfirmation der "Vorgänger", also bereits im Mai. In Neuengeseke,sowie in der Möhnegemeinde treffen sich Pastor und Jugendliche immer donnerstags für 1,5 Stunden, von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr.

Bereits nach ein paar Wochen starten die Konfis beider Kirchengemeinden zum "Teen-Camp" nach Herlinghausen auf den Kirchberghof. Vier Tage lang sind alle Jugendliche in Worksshops eingeteilt, die sie selbst wählen durften. Selbstverständlich gibt es gemeinsame Mahlzeiten und Gottesdienste und jede Menge Kirchenlieder der modernen Art.
Innerhalb des Konfirmandenjahres gibt es außerdem noch 2-3 Blocktage. Diese Tage ermöglichen es, ein Thema intensiv zu bearbeiten oder besondere Gottesdienste vorzubereiten. An diesen Blocktagen, bei denen wieder alle Konfis der pfarramtlichen Verbindung gemeinsam teilnehmen, sind Mitarbeiter der Jugendkirche Soest maßgeblich beteiligt, den ca. 50 Jugendlichen (davon ca. 16 aus Neuengeseke) das Thema Glauben-Kirche-Gott näher zu bringen.

Wenn Weihnachten näher rückt, fangen die Konfirmanden in Neuengeseke an, sich für das Krippenspiel zu rüsten. Denn schon seit etlichen Jahren ist es Brauch, dass die Konfis am Heiligen Abend das Krippenspiel aufführen. Dabei haben sich in den vergangenen Jahren das klassisch-bewährte mit modernen Varianten abgewechselt.

Das Konfirmadenjahr neigt sich seinem Ende zu, wenn die Jugendlichen die Prüfung geschafft haben und der Vorstellungsgottesdienst stattgefunden hat.

Die Konfirmation in Neuengeseke wird immer drei Wochen nach Ostern gefeiert, am Sonntag Jubilate.

 
Blocktage

Was passiert eigentlich an  einem Blocktag?

Es kann passieren, dass  13-und 14jährige Jungen und Mädchen zu ihren Tischnachbarn sagen: `` Darf ich dir noch etwas Traubensaft eingießen? Und kann ich dir noch ein Stück Fladenbrot abbrechen?``
Sie sorgen ausschließlich für ihre Nebenmänner/frauen, niemals nehmen sie etwas für sich selbst. Das brauchen sie auch gar nicht, denn darauf achtet ja ein anderer, sodass beim gemeinsamen Essen keiner zu kurz kommt.

Wie kommt es zu so viel Höflichkeit ?

Ganz einfach! Alle haben kurz vorher die Geschichte gehört, wo der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt. Wir erleben ein Stück Himmel, wenn wir mit anderen teilen .
Und teilen mit anderen, nicht nur Brot und Wein, sondern auch Gemeinschaft  und Frieden, das erfahren wir am eigenen Leib, wenn wir das Abendmahl empfangen.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Möhnesee und Neuengeseke sollten neben der Abendmahlsliturgie auch vermittelt bekommen, was Jesus dazu bewogen hat, mit seinen Jüngern das Brot zu teilen. Gemeinsam wurde überlegt, ob man selbst jemanden an seinem Tisch haben möchte, der einen verraten hat oder der der eigenen Familie Unglück oder gar den Tod gebracht hat.

Gar nicht so einfach, da über seine Wut oder Enttäuschung hinweg zu sehen!
Verzeihen und Versöhnung sind da wichtige Punkte, aber allen voran steht das ehrliche Bereuen.
Ein Film, der zum Thema Abendmahl gezeigt wurde, sollte das noch einmal bildlich machen.
Am Ende dieses Blocktages steht bei allen Mitarbeitern ( Pastöre, Jugendkirchenmitarbeiter und Jugendpresbyterinnen) der Wunsch, dass bei allen Jugendlichen das Abendmahl nicht mehr nur so eine peinliche Zeremonie bei der Konfirmation ist, sondern auch anregt , über das eigene Verhalten zu meinem Mitmenschen nach zu denken.

Ute Schulte-Overbeck

ev. Kirchengemeinde Neuengeseke