Für die Evangelischen Kirchen in Körbecke,Völlinghausen und Neuengeseke:

Für die Gottesdienste folgen daiePresbyterien der Möhne- Kirchengemeinde und der Kirchengemeinde Neuengeseke der Empfehlung der Evangelischen Kirche von Westfalen und bittet die Gottesdienstbesucher, sich an die zurzeit  gelten 3 G´s  -  geimpft, genesen, getestet – zu halten. Die Gottesdienste werden weiterhin mit Maske abgehalten, singen ist aber wieder möglich.

3 G Regeln für den Gottesdienst

 

Neue Pfarrerin wurde eingeführt

Pastorin Jutta Pothmann ist seit 1. August in Neuengeseke und Möhnesee zuständig

Neuengeseke – Noch einmal etwas Neues wagen, zu anderen Ufern aufbrechen. Dem stellt sich Jutta Pothmann, die mit 58 Jahren noch einmal eine neue Aufgabe als Pfarrerin in Neuengeseke und Möhnesee übernimmt.

Im Frühjahr ist ihr Vorgänger Pfarrer Dietrich Woesthoff nach fast 30 Jahren in den Ruhestand verabschiedet worden. Er hat die Arbeit in den zwei auf den ersten Blick so unterschiedlichen Kirchengemeinden schätzen und lieben gelernt: Hier die traditionsbewusste und traditionsreiche Kirchengemeinde Neuengeseke und dort Möhnesee mit seinen vielen Gemeindegliedern, die häufig aus dem Ruhrgebiet an die Möhne gezogen sind und ein wenig städtisches Denken in das kirchliche Leben bringen. „Dieser Spagat ist mir aber nicht fremd. Das kenne ich ja auch aus Hamm“, sagt Pothmann. „Auch dort gibt es die eher städtisch geprägte Innenstadt-Gemeinde und im Umfeld die Kirchengemeinden, die auch ländlich geprägt sind.“

Dass es sie im letzten Viertel ihres Berufslebens noch in den Kirchenkreis Soest-Arnsberg verschlägt, entspricht einem Herzenswunsch: „Mein Mann und ich lieben die Börde und den Möhnesee.“ Deshalb hat das Ehepaar schon vor einiger Zeit ein Haus in Körbecke gekauft, das bisher allerdings vorwiegend an Wochenenden und im Urlaub genutzt wurde. Gewohnt hat die Familie mit ihren vier Kindern bisher im Pfarrhaus in Hamm-Mark. Das wird sich nun aber zunehmend ändern: „Ich wohne zukünftig in unserem Haus in Körbecke, mein Mann bleibt noch bis zu seinem Ruhestand in Mark.“

Die Kirche in Neuengeseke, aber auch die beiden Gotteshäuser am Möhnesee, hat die Pfarrerin sich bereits angesehen. Vor allem von Neuengeseke ist Jutta Pothmann angetan: „Ich finde die Kirche einfach wunderschön; ich mag alte Kirchen.“

Dass die Fußstapfen von Dietrich Woesthoff große sind, ist ihr dabei bewusst. Gleichzeitig sieht sie die Nachfolge als Herausforderung: „Ich habe ja noch genügend Zeit zu gestalten und hier etwas zu entwickeln.“ Da sie über eine breit gefächerte berufliche Erfahrung – unter anderem auch als Pfarrerin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie – verfügt, ist Pothmann überzeugt, das nötige Rüstzeug im Gepäck zu haben: „Mir liegt besonders die Seelsorge am Herzen. Auch deshalb freue ich mich am meisten auf die Begegnungen mit den Menschen.“

Bereits seit dem 1. August ist Jutta Pothmann als Pfarrerin in Neuengeseke und Möhne tätig. Am Sonntag, 22. August, wird sie um 15 Uhr, in der Neuengeseker Kirche durch Superintendent Dr. Manuel Schilling in einem Gottesdienst in ihre neue Aufgabe eingeführt.

 

Quelle Soester Anzeiger

Jutta Pothmann ist die neue Pfarrerin für die Kirchengemeinden Möhne und Neuengeseke

Pfarrer Dietrich Woesthoff, seit 1992 Seelsorger in Neuengeseke und seit 2006 auch der Evangelischen Möhne-Kirchengemeinde geht in den Ruhestand.

Neuengeseke – Die Wege im Auge zu behalten, die frühere Generationen mit Bedacht gingen, aber auch eigene Ziele zu setzen, das sei den Gemeindemitgliedern bisher immer gut gelungen. Dass sie es schaffen, diese Balance zwischen Alt und Neu zu bewahren, das wünscht Pfarrer Dietrich Woesthoff den evangelischen Christen in der Börde und an der Möhne, die er lange als Seelsorger begleitete. Er nimmt Abschied – schweren Herzens und in einer sehr besonderen, herausfordernden Zeit. Denn in der Pandemie, so betont er, vermisse er viele liebe Menschen, denen er sonst in einem sehr lebendigen Gemeindeleben häufig begegnet sei.
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Die Gläubigen brauchen die Kirche, und die Kirchen brauchen die offenen Türen und eine Gemeinschaft, in der sich die Menschen fest verwurzelt fühlen.

Dietrich Woesthoff, eng mit dem Kirchspiel Neuengeseke und der Evangelischen Möhne-Kirchengemeinde verbunden, geht in den Ruhestand. Er hätte am Sonntag nach Ostern gerne viele Hände geschüttelt, um mit persönlichen Worten „Auf Wiedersehen“ zu sagen, doch die Bänke im Gotteshaus St. Johannes der Täufer in Neuengeseke müssen leer bleiben. Weil Corona Abstand fordert, kommen die Bilder des Gottesdienstes mit der Entpflichtung durch Superintendent Manuel Schilling per Video ins Haus. Schön wäre, wenn es, wie geplant, am 20. Juni mit einer kleinen Feier im Freien klappt, so Woesthoff.
Viele bedauern, dass Seelsorger geht

Er wird im Sommer 66 Jahre alt. Dass er geht, löst in den beiden Gemeinden Bedauern aus. Der ein oder andere Anrufer übermittelte schon alle guten Wünsche. Woesthoff kam vor knapp zwanzig Jahren nach Neuengeseke. Seither wohnt er im Pfarrhaus, mitten im Dorf, gleich neben der im Grünen gelegenen evangelisch-lutherischen Pfarrkirche, die mächtigen, 800 Jahre alten Mauern und den Turm immer im Blick.

„Ein Pfarrer“, sagt er, „hat eine besondere Nähe zu den Menschen.“ Er teilt mit ihnen Freud und Leid, begleitet sie über Höhen und durch Tiefen. Der Seelsorger freut sich, viele Menschen in den Dörfern zu wissen, die sich für ihre Kirche am Ort einsetzen, deren Schicksal selber in die Hand nehmen und da sind, wenn Hilfe gefragt ist, egal welcher Konfession sie angehören.
Viele bedauern, dass Seelsorger geht

Der Verein der Freunde und Förderer von St. Johannes der Täufer leiste große Unterstützung, ebenso der Kirchbauverein an der Möhne. Beide Gemeinden seien völlig unterschiedlich, so Woesthoff, und ergänzten sich gerade wegen ihrer Gegensätzlichkeit – eine spannende Sache. Hier die evangelischen Christen eher ländlicher Prägung, viele von ihnen „schon immer“ in dem über Jahrhunderte gewachsenen Sprengel zuhause und dort eher städtisch geartete Strukturen mit zwei Kirchen jüngeren Datums für Menschen, die zur Talsperre ziehen und dort sesshaft werden. Für Dietrich Woesthoff ist klar: „Das passt gut zusammen.“

Er nennt einige Stationen seiner Biografie: In Merklingsen (Gemeinde Welver) aufgewachsen, studierte er in Münster, Marburg und Utrecht. Dem ersten theologischen Examen folgte das erste Vikariatsjahr in Siegen, das zweite absolvierte er in London. Auf der Insel lernte er auch die von Cicely Saunders mit dem St. Christopher’s Hospize begründete moderne Hospizbewegung und die Umsetzung in der Praxis kennen. Er brachte seine Eindrücke mit nach Soest und regte die Gründung eines Vereins an, der den Einsatz für ein würdiges Leben bis zum letzten Augenblick in den Mittelpunkt stellt.
Stelle wird ausgeschrieben

Im Jahr 1990 kam Dietrich Woesthoff in den Kirchenkreis Soest, 1992 nach Neuengeseke, seit 2006 betreut er auch die Möhne-Kirchengemeinde. Als großes Herzensanliegen bezeichnet er die Mitarbeit in der Jugendkirche, eine Aufgabe, die künftig Pfarrer Ralph Frieling aus Weslarn übernehme.

Was nach seinem Weggang geschieht? Die Stelle werde ausgeschrieben, antwortet Woesthoff. Möglicherweise steht bis zum Herbst fest, wer die Nachfolge antritt. Für ihn selber steht jetzt der Umzug nach Soest an. Sicherlich kehrt er demnächst mal als Radler nach Neuengeseke und zu seiner Kirche zurück, die – in der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik entstanden – mit ihren dicken Wänden Geborgenheit und Wärme ausstrahlt, sich aber gleichzeitig öffnet und Weite vermittelt.

 

Quelle: Soester Anzeiger

Pfarrer Woesthoff geht in den Ruhestand

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