Evangelische Möhne-Kirchengemeinde Gemeindebrief
10. Mai –  4. Sonntag nach Ostern – Kantate

„Ich singe dir mit Herz und Mund,
Herr, meines Herzens Lust;
ich sing und mach auf Erden kund,
was mir von dir bewusst.“

Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

dieser Sonntag trägt den Namen „Kantate“, „Singt!“. Nun ist das Singen im Alltag selten geworden. Früher wurde oft bei der Arbeit im Haus oder Feld gesungen oder abends, wenn man in der Familie oder der Dorfgemeinschaft zusammen saß. Nun während der Corona – Krise ist das Singen sogar im Gottesdienst verboten.
    Aber das Singen gehört zur christlichen Lebenskunst. Es gibt so viele großartige Lieder, wunderbare Texte und herrliche Melodien, die nur darauf warten, dass jemand sie singt. Viele dieser Lieder haben etwas Verlockendes, sie locken uns Trägheit und Scheu zu überwinden. Singen ist ein gutes Mittel gegen Schwermut und Depression. Denn beim Singen, Summen oder Trällern spüren wir uns selbst. Und eine Depression besteht ja gerade darin, dass der leidende Mensch sich selbst, seine Energien und Wünsche nicht mehr spürt. Dass er den Kontakt zu sich selbst verloren hat. Diesen Kontakt stellt das Singen wieder her.
    Wie hilfreich und befreiend das Singen ist, das merken wir an kleinen Kindern, wenn sie anfangen ihre Stimme zu entdecken und fröhlich drauf los krähen und ihre Stimme lustvoll gebrauchen. Dazu lädt uns auch Paul Gerhardt ein mit seinem Lied: „Ich singe dir mit Herz und Mund“. Ein Lied, das die Freude am Leben und an der Welt zum Ausdruck bringt: Gottesfreude und Lebenslust. Singen öffnet unser Herz für die Schönheit des Lebens.

Etwas von dieser Lebensfreude drückt das Bild von Martin Kunz, oben rechts,  aus.


Geburtstage

Es ist ja kein Zufall, dass wir Geburtstagskindern ein „Ständchen bringen“, also einen gesungenen Gruß. Wir geben damit eine Einladung zur Lebensfreude weiter.
Diese Lebensfreude wünschen wir in dieser Woche:
Ingrid Rollenhagen, 76 J., Christine Pohl, 76 J., Axel Bernsmann, 79 J., Ingrid Wiemer, 82 J., Ingrid Wilmes, 78 J., Renate Nübel, 81 J., Ingo Hoffmann, 78 J., Henriette Uhlig, 83 J., Ingrid Henkel, 87 J., Waltraud Gerke, 77 J.,
Rolf  von Glinski, 83 J.,

Gottesdienst

Seit acht Wochen sind unsere Kirchen und unser Gemeindehaus nun geschlossen, aber langsam bereiten wir uns auf eine Öffnung vor. Dabei müssen umfangreiche Vorschriften beachtet werden wie ausreichender Abstand zu anderen, Maskenpflicht und Desinfektion. Auch das Singen bleibt leider verboten, weil dabei Viren verbreitet werden. Unsere Gottesdienste sind also in der nächsten Zeit anders als sonst.
    Dennoch planen wir vorsichtig zu beginnen. Da die Zwölf-Apostel-Kirche in Körbecke für die Abstandsvorschriften zu klein ist,  feiern wir zunächst nur in Völlinghausen. Der erste Gottesdienst ist am 24. Mai um 10.30 Uhr geplant. Leider muss die Zahl der Besucher auf maximal 30 Personen beschränkt bleiben.

Taufen – Konfirmationen – Trauungen

Viele Pläne hat die Corona-Krise in diesem Sommer über den Haufen geworfen. Das geplante Tauffest am Möhneufer mussten wir absagen, die Konfirmation möchten wir im September nachholen und viele Brautpaare haben ihre Trauung ins nächste Jahr verschoben.

Beerdigung

Am Freitag haben wir in Völlinghausen Abschied genommen von Jürgen Colbow. Es war schmerzhaft, dass viele Freunde, Kollegen, das „Dorvladen“ - Team und die Dorfgemeinschaft in Völlinghausen ihn nicht begleiten durfte. Wir planen, das in einem Gedenkgottesdienst im Herbst nachzuholen.


Ich wünsche Ihnen und Euch eine gesegnete Woche!

     Dietrich Woesthoff